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Ein Staudenbeet braucht im Winter weniger Pflege, als die meisten denken. Winterharte Stauden ziehen sich in den Boden zurück und überstehen Frost von allein. Wichtig sind nur drei Dinge: nicht zu früh zurückschneiden, frisch gepflanzte Stauden mit etwas Laub schützen und Pflanzen in Kübeln vor Durchfrieren bewahren.

Stehen lassen statt zurückschneiden

Der häufigste Fehler im Herbst ist ein zu gründlicher Rückschnitt. Lass Stängel, Halme und Samenstände über den Winter stehen. Sie schützen die Knospen am Boden, in hohlen Stängeln überwintern Wildbienen und andere Insekten, und Vögel finden in den Samenständen Futter. Mit Raureif sehen Gräser und Sonnenhut im Dezember oft schöner aus als im August.

Zurückgeschnitten wird erst im Februar oder März, kurz bevor der neue Austrieb kommt.

Es gibt wenige Ausnahmen. Stauden mit kranken Blättern, etwa mit Mehltau, schneidest du im Herbst zurück und entsorgst das Laub im Restmüll statt auf dem Kompost. Und was nach dem ersten Frost matschig umfällt, darf weg, weil es sonst die Pflanze darunter faulen lässt.

Laub als natürlicher Schutz

Herbstlaub ist im Beet kein Abfall, sondern der beste Winterschutz. Eine dünne Schicht zwischen den Stauden hält den Boden gleichmäßiger temperiert und schützt die Wurzeln. Im Frühjahr ist ein großer Teil davon schon zu Humus geworden.

Lass das Laub nur nicht dick auf polsterbildenden oder wintergrünen Stauden liegen. Darunter fehlt Licht, und es kann faulen. Rasenflächen solltest du dagegen abrechen, weil das Gras unter nassem Laub leidet.

Frisch gepflanzte Stauden im ersten Winter

Was du in diesem Herbst gepflanzt hast, hat noch kein tiefes Wurzelwerk. Eine Schicht Laub oder reifer Kompost schützt im ersten Winter zuverlässig. Bei starkem Wechsel zwischen Frost und Tauwetter kann sich der Boden heben und junge Stauden etwas herausdrücken. Schau im Spätwinter kurz nach und drücke sie wieder an.

Kübel und Töpfe

Im Kübel friert der Wurzelballen viel schneller durch als im Gartenboden. Stelle Kübel an eine geschützte Hauswand, setze sie auf Holzklötze oder Topffüße, damit kein Wasser darunter steht, und wickle den Topf mit Jute, Vlies oder Noppenfolie ein. Die Pflanze selbst bekommt nur bei empfindlichen Arten ein Vlies.

Mediterrane Kübelpflanzen wie Olive, Zitrone und Oleander gehören nicht dauerhaft nach draußen. Sie brauchen ein helles, kühles Winterquartier.

Gießen im Winter

Wintergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter Wasser. Ist der Boden gefroren, können sie nichts nachziehen und vertrocknen. Gieße wintergrüne Stauden und Gehölze deshalb an frostfreien Tagen, wenn es länger trocken war. Das gilt besonders für Pflanzen unter Dachvorsprüngen, wo kein Regen hinkommt.

Was du dir sparen kannst

  • Umgraben zwischen den Stauden. Das zerstört feine Wurzeln und bringt Unkrautsamen nach oben.
  • Düngen. Im Herbst regt Dünger weiches Wachstum an, das der Frost bestraft.
  • Ganze Beete in Vlies einpacken. Winterharte Stauden brauchen das nicht.

Jetzt noch pflanzen

Solange der Boden frostfrei ist, kannst du neue Stauden setzen. Im Herbst wurzeln sie in Ruhe ein und starten im Frühjahr kräftiger. Besonders passend für die kalte Jahreszeit ist unser Winterblüher Premium mit Christrosen, Lenzrosen und Farnen, der schattigen Ecken auch im Winter Blüten gibt. Alle Pakete findest du unter Staudenbeete.

Häufige Fragen

Soll ich Stauden im Herbst zurückschneiden?

Die meisten nicht. Stängel und Samenstände schützen die Pflanze und bieten Insekten ein Winterquartier. Der Rückschnitt kommt im Februar oder März.

Welche Stauden brauchen Winterschutz?

Winterharte Stauden im Beet nicht. Etwas Laub hilft frisch gepflanzten Stauden im ersten Winter. Pflanzen in Kübeln brauchen Schutz für den Wurzelballen.

Kann ich Laub im Beet liegen lassen?

Ja, als dünne Schicht zwischen den Stauden. Nur auf Polsterstauden und wintergrünen Arten sollte es nicht dick liegen.

Grüne Grüße,
Lena von Luna's Leaf Co.

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