Ein neues Staudenbeet gießt du im ersten Sommer bei Trockenheit ein- bis zweimal pro Woche, dafür durchdringend mit etwa 10 bis 15 Litern pro Quadratmeter. Am besten gießt du früh am Morgen direkt an die Wurzeln. Tägliches kurzes Gießen ist dagegen ungünstig, weil die Wurzeln dann an der Oberfläche bleiben.
Warum der erste Sommer so wichtig ist
Neu gepflanzte Stauden haben noch kein tiefes Wurzelwerk. Sie können sich nur aus der obersten Bodenschicht versorgen, die bei Hitze schnell austrocknet. Mit dem richtigen Gießen lockst du die Wurzeln in die Tiefe. Ab dem zweiten Jahr versorgen sich die meisten Stauden dann weitgehend selbst.
Stauden, die im Herbst gepflanzt wurden, haben hier einen Vorsprung. Sie hatten den Winter, um einzuwurzeln, und brauchen im ersten Sommer deutlich weniger Wasser.
Selten und durchdringend
Wer täglich ein wenig gießt, befeuchtet nur die obersten Zentimeter. Die Wurzeln bleiben dort, wo der Boden zuerst austrocknet, und die Pflanzen werden abhängig von der Gießkanne. Besser ist es, seltener und dafür kräftig zu gießen, sodass das Wasser tief in den Boden eindringt.
Ob genug angekommen ist, prüfst du mit dem Spaten oder dem Finger. Ein paar Stunden nach dem Gießen sollte der Boden auch in zehn bis fünfzehn Zentimetern Tiefe feucht sein.
Der richtige Zeitpunkt
Am besten gießt du früh am Morgen. Der Boden ist kühl, wenig Wasser verdunstet, und die Blätter trocknen über den Tag ab. Abends gießen geht auch, die Blätter bleiben dann aber länger feucht, was Pilzkrankheiten und Schnecken begünstigt. Gieße immer an die Basis der Pflanzen, nicht über Blüten und Blätter.
Mulch spart Wasser
Eine Mulchschicht aus Rindenhäcksel, Laub oder bei trockenen Beeten aus Splitt hält die Feuchtigkeit im Boden und bremst Unkraut. Zwei bis drei Zentimeter reichen.
Woran du Durst erkennst
Hängende Blätter am Mittag sind bei Hitze normal und erholen sich oft am Abend. Hängen die Blätter auch am Morgen noch, braucht die Pflanze Wasser. Dann gieße gründlich und prüfe die Bodenfeuchte in den nächsten Tagen.
Ollas für gleichmäßige Feuchte
Eine bewährte Methode sind Ollas, unglasierte Tongefäße, die du im Beet eingräbst und mit Wasser füllst. Sie geben das Wasser langsam an den Boden ab, genau dort, wo die Wurzeln sind. Unsere Terracotta Ollas eignen sich besonders für Beete, die du nicht täglich im Blick hast.
Häufige Fragen
Wie oft gieße ich ein neues Staudenbeet?
Bei Trockenheit ein- bis zweimal pro Woche, dafür durchdringend. Bei großer Hitze auch öfter.
Wie viel Wasser braucht ein Staudenbeet?
Etwa 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter und Gießgang im ersten Sommer.
Muss ich ein Staudenbeet im zweiten Jahr noch gießen?
Meist nur noch bei langen Hitzeperioden. Passende Stauden versorgen sich dann weitgehend selbst.
Grüne Grüße,
Lena von Luna's Leaf Co.


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