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Ein insektenfreundliches Beet braucht drei Dinge: offene, ungefüllte Blüten, eine Blühfolge vom Frühjahr bis in den Herbst und Stängel, die über den Winter stehen bleiben. Heimische Stauden sind besonders wertvoll, weil viele Wildbienen und Schmetterlinge genau auf sie angewiesen sind. Ein Beet, das nur im Juni üppig blüht, hilft Insekten weniger als eines, das von März bis Oktober etwas anbietet.

Ungefüllte Blüten

Bei gefüllten Blüten wurden Staubblätter zu zusätzlichen Blütenblättern umgezüchtet. Sie sehen üppig aus, bieten aber oft weder Pollen noch Nektar. Achte deshalb auf einfache, offene Blüten, in die Bienen und Hummeln gut hineinkommen. Lippenblütler wie Salbei, Katzenminze und Thymian, Korbblütler wie Astern, Sonnenhut und Sonnenbraut sowie Glockenblumen sind gute Beispiele.

Eine Blühfolge ohne Lücke

Insekten brauchen Nahrung über die ganze Saison. Im zeitigen Frühjahr, wenn die ersten Hummelköniginnen unterwegs sind, ist das Angebot oft knapp. Im Spätsommer und Herbst ebenso. Plane dein Beet deshalb so, dass sich die Blütezeiten ablösen.

  • Im Frühjahr blühen Frühlings-Fingerkraut, Steinkraut, Lungenkraut, Christrose und Lenzrose.
  • Im Sommer übernehmen Steppensalbei, Katzenminze, Storchschnabel und Glockenblumen.
  • Im Spätsommer und Herbst folgen Astern, Fetthenne, Sonnenbraut und Sonnenhut.

Heimische Arten

Viele Wildbienen sind auf bestimmte Pflanzenfamilien spezialisiert, und viele Schmetterlingsraupen fressen nur an wenigen heimischen Pflanzen. Ein Beet mit heimischen Stauden wie Wiesen-Glockenblume, Flockenblume, Wiesen-Witwenblume oder Stern-Anemone bietet deshalb mehr als eines mit ausschließlich exotischen Arten. Bewährte Gartenstauden aus anderen Regionen ergänzen das Angebot, etwa mit langer Blütezeit.

Winterquartiere stehen lassen

Was im Herbst abgeschnitten wird, fehlt im Winter als Unterschlupf. In hohlen Stängeln, Samenständen und im Laub am Boden überwintern Wildbienen, Marienkäfer und viele andere Insekten. Schneide dein Beet deshalb erst im Frühjahr zurück. Wie das geht, liest du in unserem Beitrag Stauden zurückschneiden im Frühjahr.

Kein Gift im Beet

Ein insektenfreundliches Beet kommt ohne Insektizide aus. Ein paar Blattläuse gehören dazu, sie sind Futter für Marienkäfer, Florfliegen und Vögel. Eine ausgewogene Bepflanzung hält das Gleichgewicht meist von allein.

Fertig geplante insektenfreundliche Beete

Unsere insektenfreundlichen Pakete sind so zusammengestellt, dass sich die Blütezeiten ablösen. Frühling beginnt im Herbst mit heimischen Stauden eröffnet die Saison ab März. Bienenbuffet und Blaue Oase tragen durch den Sommer, Herbstglanz blüht bis in den Oktober. Für naturnahe Flächen passen Heimische Wildstauden und das Heimische Sonnenbeet.

Alle Pakete auf einen Blick findest du unter Insektenfreundliches Staudenbeet. Jedes Paket kommt mit Pflanzplan, in Größe L mit 36 und in Größe XL mit 72 Stauden.

Häufige Fragen

Welche Stauden sind gut für Bienen?

Stauden mit offenen, ungefüllten Blüten wie Steppensalbei, Katzenminze, Thymian, Astern, Sonnenhut, Fetthenne und Glockenblumen.

Wann sollte ein insektenfreundliches Beet blühen?

Möglichst von März bis Oktober, mit Frühblühern, einer Hauptblüte im Sommer und späten Arten für den Herbst.

Warum soll ich das Beet im Herbst nicht zurückschneiden?

In Stängeln, Samenständen und Laub überwintern viele Insekten. Der Rückschnitt kommt erst im Frühjahr.

Muss ein insektenfreundliches Beet wild aussehen?

Nein. Auch ein geordnetes Beet mit klarer Struktur kann Insekten viel bieten, wenn die Pflanzenauswahl stimmt.

Grüne Grüße,
Lena von Luna's Leaf Co.

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