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Ein Staudenbeet legst du in sechs Schritten an. Du klärst Licht und Boden, entfernst Rasen und Wurzelunkraut, lockerst und verbesserst den Boden, legst die Pflanzen nach Plan aus, setzt sie ein und hältst die Fläche im ersten Jahr feucht und frei von Unkraut. Die beste Zeit dafür ist der Herbst, gut geht es auch im Frühjahr.

1. Licht und Boden klären

Bevor du eine einzige Pflanze kaufst, schau dir den Platz genau an. Wie viele Stunden Sonne bekommt die Fläche an einem Sommertag? Als Faustregel gilt: mehr als sechs Stunden ist Sonne, drei bis sechs Stunden ist Halbschatten, weniger ist Schatten. Beobachte die Fläche am besten einmal morgens, mittags und am späten Nachmittag.

Dann der Boden. Stich mit dem Spaten ein und nimm eine Handvoll Erde. Zerfällt sie sofort und rieselt durch die Finger, ist der Boden sandig und trocknet schnell aus. Lässt sie sich zu einer glatten Wurst rollen, ist er lehmig und hält Wasser lange. Steht nach Regen noch Stunden später Wasser in der Fläche, hast du ein Staunässe-Problem, das du vor dem Pflanzen lösen solltest.

Diese zwei Antworten entscheiden fast alles. Eine Staude, die zu Licht und Boden passt, wächst ohne Hilfe. Eine, die nicht passt, kämpft jedes Jahr.

2. Rasen und Wurzelunkraut entfernen

Liegt die neue Fläche im Rasen, stichst du die Grasnarbe flach mit dem Spaten ab. Rasen, der nur umgegraben wird, treibt zwischen den Stauden wieder aus.

Wurzelunkräuter wie Giersch, Quecke und Ackerwinde müssen vollständig raus, auch kleine Wurzelstücke. Später kommst du zwischen den Stauden kaum noch an sie heran. Wenn du Zeit hast, gibt es eine bequemere Methode: Lege die Fläche einige Monate mit Karton ab und beschwere ihn. Darunter stirbt der Rasen ohne Graben ab.

3. Boden vorbereiten

Lockere den Boden spatentief. Bei schwerem, lehmigem Boden arbeitest du Sand oder feinen Splitt und etwas reifen Kompost ein, damit Wasser besser abläuft. Auf leichtem Sandboden hilft Kompost, Wasser zu halten.

Mehr braucht es meist nicht. Die meisten Beetstauden mögen keinen überdüngten Boden, sie werden dann weich und kippen um. Frischer Mist und mineralischer Dünger gehören beim Anlegen nicht ins Beet.

4. Pflanzen nach Plan auslegen

Stelle alle Töpfe auf die Fläche, bevor du das erste Loch gräbst. Hohe Arten kommen nach hinten, mittlere in die Mitte, niedrige an den Rand. Bei einem Beet, das du von allen Seiten siehst, stehen die hohen in der Mitte.

Pflanze jede Art in Gruppen von drei, fünf oder sieben. Einzelne Pflanzen wirken im Beet verloren, Gruppen ergeben ein ruhiges Bild. Für die Abstände gilt grob: vier bis sechs Stauden pro Quadratmeter, bei Bodendeckern bis zu acht. Ein neues Beet darf im ersten Jahr luftig aussehen. Ab dem zweiten Jahr schließt es sich.

Tritt zwischendurch ein paar Schritte zurück und schau von dort, wo du das Beet später am häufigsten siehst, etwa vom Sitzplatz oder vom Küchenfenster.

5. Einpflanzen

Wässere die Wurzelballen vorher gründlich, am besten in einem Eimer, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Das Pflanzloch ist etwa doppelt so breit wie der Ballen. Setze jede Staude genau so tief, wie sie im Topf stand, drücke die Erde an und gieße kräftig an.

6. Das erste Jahr

Im ersten Jahr entscheidet sich, wie gut dein Beet wird. Halte die Fläche in den ersten Wochen gleichmäßig feucht und gieße im ersten Sommer bei Trockenheit lieber selten und durchdringend als täglich ein bisschen. So wachsen die Wurzeln in die Tiefe.

Jäte regelmäßig, solange die Stauden die Fläche noch nicht geschlossen haben. Eine dünne Mulchschicht aus Rindenhäcksel oder Splitt, je nach Beet, hält Unkraut zurück und den Boden feucht. Ab dem zweiten Jahr wird es deutlich ruhiger.

Wann du ein Staudenbeet anlegst

Am besten im Herbst, von Mitte September bis in den November. Die Stauden wurzeln dann bis zum Frost ein und starten im Frühjahr mit einem Vorsprung. Warum das so ist, liest du in unserem Beitrag Stauden im Herbst pflanzen. Im Frühjahr geht es ebenso, dann brauchst du im ersten Sommer mehr Wasser.

Ein fertig geplantes Beet statt vieler Einzelentscheidungen

Der schwierigste Teil ist meist nicht das Pflanzen, sondern die Auswahl. Welche Arten passen zu deinem Licht und Boden, welche vertragen sich, wie viele brauchst du, und was blüht wann? Genau diese Entscheidungen nehmen dir unsere Staudenbeete ab. Du wählst die Situation, die zu deinem Garten passt, und bekommst ein abgestimmtes Paket mit Pflanzplan, in Größe L mit 36 und in Größe XL mit 72 Stauden.

Passt deine Fläche zu keinem Paket, schick uns die Maße, die Lichtverhältnisse und ein Foto aus der Richtung, aus der du am meisten auf das Beet schaust, an service@lunasleaf.de. Wir planen dir dann einen passenden Vorschlag.

Häufige Fragen

Wie viele Stauden brauche ich pro Quadratmeter?

Für ein lockeres Beet vier bis sechs, bei Bodendeckern bis zu acht. Hohe, breite Arten brauchen mehr Platz als niedrige Polster.

Muss ich den Rasen entfernen oder kann ich ihn umgraben?

Entfernen. Umgegrabener Rasen treibt zwischen den Stauden wieder aus und lässt sich dann nur mühsam jäten.

Brauche ich spezielle Erde für ein Staudenbeet?

Meist nicht. Normaler Gartenboden reicht, wenn du ihn lockerst und bei Bedarf mit Sand oder Kompost verbesserst. Wichtig ist, dass kein Wasser stehen bleibt.

Wann blüht ein neues Staudenbeet?

Viele Stauden blühen schon im ersten Jahr. Richtig voll und geschlossen wirkt ein Beet meist ab dem zweiten Jahr.

Grüne Grüße,
Lena von Luna's Leaf Co.

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