Zimmerpflanzen brauchen im Winter vor allem drei Dinge: mehr Licht, weniger Wasser und Abstand zur Heizung. Die meisten Pflanzen wachsen zwischen November und Februar kaum, verbrauchen also deutlich weniger Wasser. Der häufigste Fehler ist deshalb nicht zu wenig Pflege, sondern zu viel Gießen.
Licht, die knappste Ressource
Im Winter ist das Licht an vielen Fensterplätzen nur ein Bruchteil dessen, was im Sommer ankommt. Rücke deine Pflanzen deshalb näher ans Fenster. Was im Sommer einen Meter entfernt stand, darf jetzt direkt an die Scheibe, solange die Blätter das kalte Glas nicht berühren.
Wische große Blätter ab und zu mit einem feuchten Tuch ab. Eine Staubschicht schluckt Licht, das die Pflanze jetzt dringend braucht. Und drehe Pflanzen gelegentlich, damit sie nicht schief zum Fenster wachsen.
Gießen, weniger als du denkst
Weil die Pflanzen im Winter kaum wachsen, nehmen sie auch wenig Wasser auf. Bleibt die Erde lange nass, fehlt den Wurzeln Luft, und sie beginnen zu faulen. Das ist der häufigste Grund, warum Zimmerpflanzen im Winter eingehen.
Prüfe vor jedem Gießen mit dem Finger, ob die Erde in den oberen zwei bis drei Zentimetern trocken ist. Erst dann gießen, und zwar mit zimmerwarmem Wasser. Wasser, das nach einer Viertelstunde noch im Übertopf steht, gießt du ab. Sukkulenten und Kakteen brauchen im Winter oft nur alle paar Wochen einen Schluck.
Heizungsluft und kalte Füße
Trockene Heizungsluft macht vielen Grünpflanzen zu schaffen. Braune Blattspitzen sind ein typisches Zeichen. Stelle Pflanzen nicht direkt über oder neben die Heizung. Hilfreich ist es, mehrere Pflanzen zusammenzustellen, denn gemeinsam halten sie die Feuchtigkeit in ihrer Umgebung besser. Auch eine flache Schale mit Wasser und Kieseln unter dem Topf hilft, solange der Topfboden nicht im Wasser steht.
Achte auf die Fensterbank. Über einer kalten Steinbank kühlt der Wurzelballen aus. Ein Untersetzer aus Kork oder Holz schafft Abstand.
Beim Stoßlüften sollten empfindliche Pflanzen nicht im eisigen Luftzug stehen. Ein paar Minuten kalte Zugluft reichen manchen tropischen Arten für hängende Blätter.
Düngen und Umtopfen
Im Winter brauchen die meisten Zimmerpflanzen keinen Dünger. Er bleibt in der Erde, weil die Pflanze ihn nicht verbraucht, und kann die Wurzeln schädigen. Mit dem Düngen beginnst du wieder im März, wenn neue Blätter kommen. Umtopfen hat ebenfalls bis zum Frühjahr Zeit.
Schädlinge im Blick behalten
Trockene, warme Luft mögen Spinnmilben. Feine Gespinste in den Blattachseln und hell gesprenkelte Blätter sind ein Hinweis. Dusche befallene Pflanzen lauwarm ab, stelle sie getrennt von den anderen und erhöhe die Luftfeuchtigkeit in ihrer Umgebung.
Pflanzen, die den Winter leicht nehmen
Manche Zimmerpflanzen verzeihen dunkle Monate und vergessenes Gießen deutlich besser als andere. Für wenig Licht haben wir die Dunkelheits-Helden zusammengestellt, unter anderem mit Glücksfeder, Aglaonema und Efeutute. Wer es besonders unkompliziert mag, findet im Set Unzerstörbar robuste Pflanzen wie Yucca, Bogenhanf und Geldbaum.
Zu jeder Pflanzenbestellung bekommst du außerdem den GreenGuardian, einen persönlichen Pflegekalender, der dir zeigt, wann deine Pflanzen Wasser und Dünger brauchen, auch im Winter.
Häufige Fragen
Wie oft gieße ich Zimmerpflanzen im Winter?
Seltener als im Sommer und nur, wenn die oberen zwei bis drei Zentimeter Erde trocken sind. Bei vielen Pflanzen ist das alle ein bis zwei Wochen, bei Sukkulenten deutlich seltener.
Warum bekommt meine Pflanze im Winter gelbe Blätter?
Meist ist sie zu nass oder zu dunkel. Prüfe zuerst die Erde. Ist sie dauerhaft feucht, gieße seltener. Steht die Pflanze weit vom Fenster, rücke sie näher ans Licht.
Soll ich Zimmerpflanzen im Winter düngen?
In der Regel nicht. Mit dem Düngen beginnst du wieder im Frühjahr, wenn neue Blätter austreiben.
Was hilft gegen braune Blattspitzen?
Mehr Abstand zur Heizung und etwas mehr Feuchtigkeit in der Umgebung, etwa indem du mehrere Pflanzen zusammenstellst.
Grüne Grüße,
Lena von Luna's Leaf Co.


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